SBIG Kamera STF-8300C – Erfahrungsbericht

Bei der SBIG-Kamera handelt es sich um eine aktualisierte Version der ST-830, die ihrerseits auf der Kodak KAF-8300 bai9sert. Im Gegensatz zur Vorgängerversion verfügt die STF-8300 C über einen hintergrundbeleuchteten Verschluss, sodass wesentlich gleichmäßigere Flatfieldbilder erzeugt werden können. Außerdem ist nun eine Full Frame Speicherplatz im Kameragehäuse integriert. Er ermöglicht eine automatische Vorverarbeitung der Rohbilder, wie beispielsweise die Korrektur von HotPixeln.

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Auflösung und Sensor

Als Chip kommt der Full Frame Transfer Kodak KAF 8300C Chip zum Einsatz. Er verfügt über eine Anti-Blooming Funktion und Mikrolinsentechnik. Die Anzahl der Pixel beträgt 3.326 x 2.504, sodass die STF8300 C über eine Auflösung von 8,2 MPixel verfügt. Die Pixelgröße beträgt dabei 5,4 µm x 5,4 µm, sodass sich die Kamera optimal für Widefield-Aufnahmen mit kurzen Aufnahmebrennweiten eignet. Die Kamera ermöglicht drei verschiedene Modi mit Hochauflösung, oder das Binning mit 2×2 oder 3×3 bis hin zu 15 x 15 zu nutzen. Auf diese Weise lässt sich die Kamera für eine Vielzahl an Setups und Bedingungen anpassen und auch längere Brennweiten sind kein Problem..

Schnelle Datenübertragung

Es ist zudem nicht nur möglich, mit dem Binning die die Empfindlichkeit der Kamera zu beeinflussen, sondern auch, die Download-Rate zu beschleunigen. Die STF-8300C nutzt einen USB 2.0 Port und gilt als Kamera mit sehr kurzen Bilddownloadzeiten. Mit unter einer Sekunde ermöglicht sie es, das Seeing fast in Echtzeit zu dokumentieren. Damit eignet sie sich besonders für Beobachtungen mit Helligkeitsveränderungen in sehr kurzer Zeit, wie sie beispielsweise bei Exoplanetentransits oder Rotationsbeobachtungen von Kleinplaneten, aber auch bei Sternbedeckungen auftreten. Reicht dieser kurze Zeitraum immer noch nicht aus, lassen sich auch nur Bildausschnitte auslesen.

Vielseitig einsetzbar

Die Kamera verfügt über einen mechanischen Verschluss und ist somit auch für den Remote-Betreib geeignet. Der mobile Einsatz wird übe reine 12-Vold-Spannungsversorgung erleichtert. Die peltiergekühlte Kamera erreicht üblicherweise eine Kühlung des Chips von unter 40 Grand unter der Umgebungstemperatur. Filterräder können über den integrierten I²C- Universalport angeschlossen und angesteuert werden. Auch die automatische Abarbeitung von (L)RGB-Aufnahmesequenzen ist so möglich.